Luftfracht 1x1

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Hier findest Du die wichtigsten Fakten zur Luftfracht

Fakten

Welche Dokumente werden für den Export benötigt?

Akkreditiv-Kopie (L/C)

Falls Sie per „Letter of Credit“ verkaufen, um die Transportdokumente den Bedingungen entsprechend ausstellen zu können.

Ausfuhrgenehmigung

Falls erforderlich.

Wooden Packing Declaration

Für den Import in China (aber auch in anderen Ländern wie z.B. Australien oder den U.S.A.) ist es zwingend vorgeschrieben, Holzverpackungen (Paletten, Verschläge, Kisten) nachweislich wärmebehandelt zu haben. Sie müssen speziell beim Versand nach China eine Original-Bestätigung der Wärmebehandlung beilegen.

Non Wooden Declaration

Wenn Ihre Waren nicht auf Holzpaletten oder in Holzverschlägen geliefert werden, genügt eine Erklärung auf der Handels- oder Proforma-Rechnung, dass die Verpackung kein Holz enthält.

Andere Dokumente

Wie tierärztliche Zeugnisse, Gefahrengut-Deklarationen, etc.

Tipp Vermerken Sie auf Ihrem Speditionsauftrag Telefonnummer, Ansprechpartner und gegebenenfalls den Zollagenten/Customs Broker des Empfängers. Das beschleunigt nicht nur die Abwicklung am Empfangsort sondern beugt Verzögerungen und auch Mehrkosten durch Rückfragen vor.


Welche Dokumente werden für den Import benötigt?

Luftfracht muss schnell sein – aber was nützt die schnellste Verbindung zwischen zwei Orten, wenn es beim Abgang oder bei der Ankunft durch falsche oder fehlende Papiere unnötige Verzögerungen gibt? Was benötigt man, um dem vorzubeugen?

IMPORTDOKUMENTE

Im allgemeinen genügen eine Handelsrechnung (even-tuell auch B/L oder Awb-Kopie) und eine Packliste als Begleitpapiere einer Luftfrachtsendung. Oftmals kann aber eine rasche Zollabfertigung nur dann gewährleistet werden, wenn die dafür erforderlichen Zolldokumente bereits die Ware begleiten. Nicht nur die Abfertigung wird dadurch beschleunigt, vielfach ist es auch Ihr Geld, das Sie bei Vorlage der richtigen Dokumente sparen können. Daher sollte vor dem Import sorgfältig geprüft werden, welche Dokumente zolltechnisch notwendig sind, um die Ware überhaupt importieren zu dürfen, bzw. um gegebenenfalls vergünstigte Zollsätze in Anspruch nehmen zu können.

Import von Bekleidung

Der Import von Bekleidung unterliegt meist strengen Bestimmungen, und in vielen Fällen ist eine Einfuhrgenehmigung erforderlich. Welche Dokumente zur Erlangung dieser Genehmigung notwendig sind, richtet sich nach dem jeweiligen Ursprungs- oder Handelsland. Meist kann die Einfuhrgenehmigung schon vor Eintreffen der Sendung beantragt werden, wenn Sie die richtigen Dokumente von Ihrem Lieferanten rechtzeitig anfordern. Manche Waren dürfen generell nicht eingeführt werden.

Tipp Lassen Sie sich von Ihrem Lieferanten vor Abgang der Sendung die Begleitpapiere faxen. So können Sie Problemen durch fehlende oder mangelhafte Dokumente bei der Einfuhr vorbeugen.


Customs Airports

Auch eine Luftfrachtsendung muss den Zollbestimmungen des Abgangs- und des Ankunftslandes entsprechen. Aus diesem Grund dürfen Luftfrachtsendungen nur von (bzw. nach) Flughäfen geschickt werden, die die notwendige Zollabfertigung ermöglichen, den sogenannten „Customs Airports“.


Ladbarkeit

Es gibt je nach Flugzeugtyp und Destination Limits im Bezug auf Dimensionen und Bruttogewicht des einzelnen Packstückes. Bei größeren Packstücken kommt es manchmal auf den Zentimeter an, ob die Ware in dem betreffenden Flugzeug verladbar ist oder nicht. Dies hängt zwar hauptsächlich von der Höhe ab, doch auch die Breite und Länge kann den Transport mit einem bestimmten Flugzeugtyp undurchführbar machen. Als Hilfestellung die maximal ladbare Höhe (sofern Länge und Breite dies ermöglichen) bei einigen gängigen Flugzeugtypen:


Maximal ladbare Höhen per Flugzeugtype

Airbus 310, 340 160 cm
Airbus 320 114 cm
Boeing 737 86 cm
Boeing 747 160 cm
Boeing 747 F (Frachtmaschine) 300 cm
Boeing 747 M (Mixed Version) 300 cm
MD 80 70 cm


Generelle Empfehlung

innerhalb Europas max. 70 cm

nach Übersee max. 160 cm

max. Gewicht pro Packstück ca. 70 kg


Alle Fluglinien benützen bei Großraumjets genormte Lademittel, wie Luftfrachtpaletten oder Container. Manche Fluglinien haben für Spezialtransporte eigene Container zur Verfügung (z.B. für hängende Bekleidung, Kühlgüter, lebende Tiere etc.).

Die gängigsten Paletten und Containerarten

LD 3-Container

LD 7-Kühl-Container

AKH-Container

AAY-Container (Euro-Container)

LD 7-Container

10 Feet-Palette


Preise

Preise (Luftfracht-Raten) werden immer per kg/6dm3 angeboten.

Man kann es auch Volumsverhältnis 1 : 6 oder 1 m3 = 167 kg nennen.

Das heißt, Sie bezahlen entweder das Gewicht oder den benötigten Platz für den Transport Ihrer Sendung.

Die Berechnung, ob Sie das Gewicht oder den Platz bezahlen, basiert auf folgenden Schema:


Länge (cm) X Breite (cm) X Höhe (cm)

___________________________________

6000

ergibt das Volumsgewicht in kg


Beispiel 1

Sie versenden 1 Kiste mit 80 kg mit den Maßen 50 x 50 x 50 cm. Sie multiplizieren: 50 x 50 x 50 cm = 125.000 cm3 Sie dividieren: 125.000 cm3: 6000 = 20,83 kg Volumsgewicht Da das tatsächliche Gewicht mit 80 kg höher ist als das Volumsgewicht (20,83 kg), werden die 80 kg als frachtpflichtiges Gewicht verrechnet.

Beispiel 2

Sie versenden 8 Kartons mit einem Gesamtgewicht von 45 kg. Alle Kartons sind gleich groß (60 x 40 x 20 cm je Karton). Sie multiplizieren: 8 Kartons x 60 x 40 x 20 cm = 384.000 cm3 Sie dividieren: 384.000 cm3: 6000 = 64 kg Volumsgewicht Da das Volumsgewicht über dem des aktuellen Gewichts liegt, werden 64 kg als frachtpflichtiges Gewicht verrechnet.


Transportart Volumsberechnung

Luftfracht 1 m3 = 167 kg

LKW-Verkehr 1 m3 = 333 kg

Seefracht 1 m3 = 1.000 kg


Gefahrgut im Luftverkehr

Tipp Besorgen Sie sich diese notwendigen Angaben von Ihrer Produktion oder Ihrem Lieferanten in Form eines DIN-Sicherheitsdatenblattes (Safety Data Sheet).

So wie bei LKW- und Seefrachttransporten gibt es auch bei der Luftfracht verbindliche Bestimmungen, die eingehalten werden müssen. Was aber ist Gefahrgut?

Es wird oft übersehen, dass in kompletten Geräten Gefahrgüter eingebaut sind (Batterien, Gaskartuschen etc.), oder dass die Werbeabteilung ein kleines Paket mit Gefahrgut (z.B. Werbefeuerzeuge, Streichhölzer, Kleber, etc.) beilegt. Auch manche Kosmetika zählen zum Gefahrengut. Und das kann ernste Folgen haben: Denn sollte es bedingt durch nicht oder falsch deklariertes Gefahrgut zu einem Unfall kommen, ist in der Luftfracht ausschließlich der Absender für den entstandenen Schaden haftbar. Sie müssen also über den genauen Inhalt Ihrer Sendung Bescheid wissen! Alle Gefahrgüter müssen deklariert werden (Formular: Shippers Declaration for Dangerous Goods) und den Vorschriften entsprechend verpackt sein.

Die „Shippers Declaration for Dangerous Goods“ enthält alle wichtigen Angaben des Produkts, die vorgeschriebene Verpackung, die UN–Nummer (Gefahrgut Kennnummer des Produkts) und muss vom Absender unterschrieben sein. Dazu benötigen Sie jedoch gewisse Details über die Ware, je nach Art der Gefahr, z.B.:

bei brennbaren Produkten den Flammpunkt

bei giftigen Produkten den LD 50 Wert

bei ätzenden Produkten die Nekrosezeit

Spezialisten, die Ihnen genaue Auskunft über die Gefahrgutvorschriften („Dangerous Goods Regulations“) geben können sollten befragt werden.

Es gibt laufend Änderungen der Vorschriften, beispielsweise bzgl. der Unbedenklichkeitserklärung oder dem Bekannten Versender.


Das Luftfracht-Latein

3 Letter Code 3-Buchstaben-Abkürzung des Flughafens (z.B. JFK)

Airfreight forwarder Luftfracht–Spediteur

Airline Fluglinie

Airwaybill (AWB) Luftfrachtbrief

AMS Abk. für Automated Manifest System = Automatisierte Informationen für die Zollbehörden

Belly Flugzeug-Laderaum unter-halb des Passagierdecks

Black list Bestätigung der Fluglinie, meist von arabischen Kunden im Akkreditiv gefordert

Bonded Warehouse Zoll-Lager

Carrier Fluglinie

Charter gemietetes Flugzeug oder gemieteter Frachtraum

Consolidated airfreight Sammelluftfracht

Customs broker Zollagent

Customs Airport Zollflughafen

Dangerous goods Gefahrgut

CHECK IN Übergeben der Ware und der Transportdokumente an die Fluglinie

Embargo Vorübergehendes Verbot, Sendungen zu einem bestimmten Ort bzw. Land zu versenden

Fuel surcharge (FSC) Variabler Treibstoffzuschlag der Fluglinien

House-airwaybill (HAWB) Luftfrachtbrief des Spediteurs (wird bei Sammel-Sendungen verwendet)

I.A.T.A International Air Transport Association – Intern. Dachorganisation für die gesamte Luftfahrt

Lower deck Frachtraum unter dem Passagierdeck

Main Deck Hauptdeck in Frachtflugzeugen oder in Mixed Version Flugzeugen

Master-Airwaybill (MAWB) Sammelluftfrachtbrief von Spediteur zu Spediteur (Consolidation) oder wenn der Letter of Credit dies verlangt

Mixed version Flugzeug mit geteiltem „Main Deck“ für Passagiere und Fracht

Pallet station Palettenstation zum Abfertigen von Flugpaletten

Prefix Die ersten 3-Ziffern = Abk. für die jeweilige Fluglinie auf den Fracht-/Passage-Dokumenten (z.B. AWB 257-... = Austrian Airlines)

Routing Transportweg der Fracht (z.B. über diverse Umlade-Flughäfen)

Routing Order Genereller Auftrag an einen bestimmten Geschäftspartner, seine Sendungen zu den mit Gebrüder Weiss vereinbarten Tarifen und Service zu versenden

Unit load devices (ULD) Verschiedene Lademittel im Luftfracht-Transport

Volume weight Volumsgewicht, bei sperriger Ware

Warszaw convention Warschauer Konvention – Internationales Abkommen über den Luftfrachttransport (regelt auch die Haftungen)

War risc surcharge (WSC) oder Security Surcharge (SSC) Kriegs- bzw. Sicherheitszuschlag der Fluglinien, der seit dem 11. September 2001 erhöhte Versicherungskosten abdeckt

Road Feeder Service (RFS) - Fluglinien-Ersatzverkehr mittels LKW


Fluglinien – Abkürzungen und Codes

Jede Fluglinie bekommt von der I.A.T.A. (Int. Air Transport Association) einen Code, bestehend aus einer 3-stelligen Zahlen-Kombination (PREFIX) sowie einer 2-Buchstaben-Abkürzung, zugewiesen. Diese Codes finden Sie bei allen Dokumenten, die im Luftverkehr Anwendung finden (z.B. Airwaybill- oder Ticketnummern beginnen mit diesen Codes).


SU 555 Aeroflot
AR 044 Aerolinas Argentinas
AC 014 Air Canada
AF 057 Air France
AI 098 Air India
AZ 055 Alitalia
AA 001 American Airlines
OS 257 Austrian Airlines
LZ 196 Balkan Bulgarian
BA 125 British Airways
CV 172 Cargolux
CX 160 Cathay Pacific
CI 297 China Airlines
DL 006 Delta Air
LY 114 El-Al
BR 695 Eva Air
AY 105 Finnair
GA 126 Garuda Indonesia
IB 075 Iberia
IR 096 Iran Air
JL 131 Japan Airlines
KE 180 Korean Air
KL 074 K.L.M.
LH 020 Lufthansa
MH 232 Malaysian Air
MP 129 Martinair
KZ 933 Nippon Air
NW 012 Northwest Airlines
OA 050 Olympic Airways
PK 214 Pakistan Airlines
RJ 512 Royal Jordanian
SV 065 Saudi Arabian Air
SQ 618 Singapore Airlines
SA 083 South African Airways
LX 724 Swiss
SK 117 S.A.S.
TG 217 Thai Airways
TP 047 T.A.P. Air Portugal
RG 042 Varig
QZ 169 Zambia Airways
UA 016 United Airlines
ZA 708 ZAS


Weblinks

siehe auch

Verantwortlicher

Hermann Geier