Ladungssicherung

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Unter Ladungssicherung versteht man das Sichern des Gutes am Transportmittel gegen die beim Transport auftretenden physikalischen Bewegungskräfte.

Eine durch unzureichende oder fehlende Ladungssicherung ausgelöste Ladungsverschiebung gefährdet unnötigerweise Gut und Verkehrsteilnehmer.


Fakten

Ausreichende Ladungssicherung ist in den Bestimmungen der CMR-Versicherung und Transportversicherung ausdrücklich gefordert. Ebenso gehen das CMR-Recht und die Regelungen im AÖSp. neben ausreichender Transportverpackung, auch von ausreichender Ladungssicherung aus.


Arten der Ladungssicherung

Man unterscheidet grundlegend zwei unterschiedliche Arten der Ladungssicherung:

  • die kraftschlüssige Ladungssicherung und
  • die formschlüssige Ladungssicherung.

Eine mögliche Kombination beider Ladungssicherungsarten ist möglich.

Die angewandte Art der Ladungssicherung bzw. die Kombination der angewandten Ladungssicherung hat sowohl den Kundenvorschriften als auch den Vorschriften zur Verkehrssicherheit zu entsprechen.

Standard Ladungssicherungsmittel

16x Spanngurte bzw. Zurrgurte (tensions belts bzw. lashing straps )
{übliche Länge des Spanngurts: mind. 8,6 meter; übliche Zugkraft mind. 5 Tonnen bzw. 2500 daN (Dekanewton)}
{usual length of tensions belt at least 8,6 meter, usual traction at least 5 tons or 2500 daN (Dekanewton)}
32x Kantenschoner (corner protectors bzw. edge protectors)
2x Spannlatten bzw. Spannbretter (safety bars bzw. stretching-frames) ausreichend Antirutschtmatten (anti-slip mats bzw. antislide mats in sufficient quantity)

zusätzliche Ladungssicherungsmittel für den Transportauftrag gem. Kundenvorschriften

Anforderung in Deutsch Anforderung in Englisch Anwendungsbeispiel
mindestens _ _ Spanngurte minimum quantity of _ _ tension belts IKEA benötigt mind. 19 Spanngurte
mind. _ _ Sicherungssysteme für Octabins (Dolezych) minimum quantity of _ _ lashing Equipment for Octabins (Dolezych) Sunpor - Factsheets
Verwendung bereitgestellter Unterlagematten ! obligatory use of provided unterlay mats Solvay Bernburg


Kraftschlüssige Ladungssicherung

Die kraftschlüssige Ladungssicherung wird durch das Niederzurren gewährleistet. Hierbei wird die Ladung durch z.B. Zurrgurte zusätzlich auf die Ladefläche gepresst und somit die Reibungskraft erhöht, die gegen ein Verrutschen der Ladung sichert. Von entscheidender Bedeutung ist hier der Reibungskoeffizient Gleitreibbeiwert.

Die Berechnung der erforderlichen Sicherung berücksichtigt das Ladungsgewicht, den vertikalen Zurrwinkel der verwendeten Zurrgurte, den Gleitreibbeiwert, den Beschleunigungsfaktor sowie den Übertragungsbeiwert.

Um Kraftschluss herzustellen, sind unabhängig von der Berechnung mindestens zwei Sicherungsmittel zu verwenden.

Formschlüssige Ladungssicherung

Bei der formschlüssigen Ladungssicherung wird die Ladung durch bündiges, lückenloses Verladen, Schräg- oder Diagonalzurren sowie Kopf- oder Buchtlaschung gesichert.

Zur Ladungssicherung können folgende unterschiedliche Zurr- und Hilfsmittel eingesetzt werden: Zurrgurte, Zurrdrahtseile, Zurrketten, rutschhemmende Matten, Antirutschhölzer, Keile, Kantenschutz, Ladungssicherungsnetze, Ankerschienen in Verbindung mit Lade- und Sperrbalken, Zurrpunkte, Staupolster oder Stauholz.


Weblinks

siehe auch

Verantwortlicher

Susanne Löffl