Ursache-Wirkungs-Diagramm
Das Ishikawa Ursache-Wirkungs-Diagramm ist die grafische Darstellung von Ursachen, die zu einem Ergebnis führen oder dieses maßgeblich beeinflussen.
Fakten
Das Ishikawa-Diagramm (wird auch als Fischgräten-Diagramm bezeichnet, engl. Fishbone Diagram) dient der systematischen und vollständigen Ermittlung von Problemursachen und deren Wirkungen bei der Analyse und Strukturierung von Prozessen.
Neben der einfachen 5-W-Methode lässt sich mit dem Ishikawa-Diagramm das Beziehungsgeflecht komplexer Strukturen (Ursache-Wirkungs-Geflecht) besser visualisieren und gewichten. Eignet sich für die Erörterung jeglicher Problemstellungen, innerhalb eines Teams (Brainstorming in einer Gruppe)
Historie
Ishikawa Kaoru (1915-1989) war ein japanischer Chemiker, der zahlreiche Qualitätswerkzeuge entwickelte, unter anderen das nach ihm benannte Ishikawa-Diagramm (1943).
Er gilt als Vater der japanischen Qualitätskontrolle.
Methodik
Vorteile
- Standardisierte Form
- Leicht zu erlernen
- Gut geeignet für die Arbeit in Gruppen
- Visuelle Darstellung fördert das Verständnis
Nachteile
- Es werden keine Wechselbeziehungen dargestellt
- Unübersichtlich mit zunehmendem Detaillierungsgrad
Wirkung
Zu allererst muss das zu untersuchende Problem möglichst präzise beschrieben werden. Es bietet sich hierbei an, dass diese Problemdefinition, also die Wirkung in Form einer Frage formuliert wird. Diese Wirkung, wird nun an den „Kopf“ des Diagramms aufgetragen.
Kategorien
Nun werden die Kategorien festgelegt: Hierfür haben sich die „5 M´s“ also Mensch, Maschine, Methode, Material und Milieu/Umwelt (Mitwelt) bewährt. Falls diese Kategorien für Ihr Problem nicht in Frage kommen sollten, können diese selbstverständlich gestrichen oder durch geeignetere Ursachen ersetzt werden.
Hauptursachen
Im nächsten Schritt werden die Hauptursachen an die „Gräten“ der zutreffendsten Kategorie geschrieben. Falls die Hauptursachen nicht bereits im Vorfeld bestimmt (z.B. mittels Strichliste) oder eingegrenzt wurden, können sie mittels Kreativitätstechniken (z.B. Brainstorming) ermittelt werden.
Nebenursachen
Nachdem die Hauptursachen erfolgreich festgelegt wurden, werden diese nun hinterfragt, um Nebenursachen zu definieren. Diese werden, auf die Hauptursache zeigend, in das Diagramm übertragen. Es bietet sich hierbei an, die Nebenursachen mittels der 5-W-Methode zu erarbeiten.
Beispiele
Die Verwaltung eines Unternehmens hat in letzter Zeit eine zunehmend schlechte Qualität der Kopierten Unterlagen festgestellt. Um einen Überblick über mögliche Ursachen zu bekommen wird ein Ursache-Wirkungs-Diagramm erstellt.
Die nun gewonnenen Ursache-Wirkungs-Zusammenhänge können nun in Bezug auf Bedeutung gewichtet werden. Mit Hilfe anderer Tools, wie z.B. der Pareto-Analyse, können diese Problemursachen priorisiert und klassifiziert werden um daraus Vorgehensweisen abzuleiten.
Weblinks
https://de.wikipedia.org/wiki/Ursache-Wirkungs-Diagramm.html
siehe auch
Verantwortlicher
Sven Schmidt